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Bei der Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belem war ebenfalls gerade Halbzeit. 2025 werden die globalen CO₂-Emissionen erneut einen Höchststand erreichen; das verbleibende 1,5-Grad-Budget wäre bei den heutigen Emissionen in etwa vier Jahren verbraucht. Das ist die schlechte Nachricht.
Die gute: Der Anstieg der Emissionen hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verlangsamt. Die Pro-Kopf-Emissionen hatten schon Ende der 1970e ihren Höhepunkt und sinken seitdem (langsam) – wir haben also zwar nicht genug, aber durchaus etwas gelernt und verändert in den letzten Jahrzehnten.
Erneuerbare Energien, E-Autos und Wärmepumpen wachsen zudem exponentiell. In den nächsten 10–20 Jahren werden sie große Teile der Märkte übernehmen und die Emissionen spürbar senken. Der Höhepunkt der Emissionen dürfte daher relativ nah sein.
Entwarnung ist das trotzdem nicht. Selbst wenn alle Zusagen eingehalten werden, steuern wir gemäß dem aktuellen Emissions Gap Report bis 2100 auf 2,3–2,5 °C Erwärmung zu – ein Bereich, den Forschende als riskant einstufen. Kritische Kipppunkte könnten näher sein, als wir denken. Deshalb müssen Kohle, Öl und Gas so schnell wie möglich ersetzt werden.
Erschwerend kommt hinzu: Die USA unter Trump wenden sich offen gegen Klimaschutz, und auch andere Länder legen den Rückwärtsgang ein. Deutschland beteiligt sich derzeit an der Verwässerung von EU-Klimazielen und setzt weiterhin stark auf zusätzliche Gaskraftwerke.
Damit die positive Option – mit Klimaschutz in eine gute Zukunft für alle – Realität wird, braucht es öffentlichen Druck. Genau dafür gibt es die Aktion GUTES KLIMA. Bitte wirb auch du Menschen an, damit wir gemeinsam sichtbar bleiben. Danke! 💐 |