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Jetzt befinden wir uns in der dritten Themenwoche des Aktionsmonats GUTES KLIMA. Sie ist der Gerechtigkeit beim Klimaschutz gewidmet – einem Thema, bei dem besonders deutlich wird: Für soziale und globale Klimagerechtigkeit reicht individuelles Handeln allein nicht aus. Dafür braucht es Veränderungen im Großen.
Worin liegt die Ungerechtigkeit?
Die Klimakrise ist auch eine Gerechtigkeitskrise. Diejenigen, die am meisten zu den Emissionen beitragen und damit oft sogar gutes Geld verdienen, sind von den Folgen tendenziell weniger betroffen als Menschen, die wenig zum Klimawandel beitragen.
Das gilt global: Länder wie Nepal oder Pakistan wurden in den vergangenen Jahren von Extremwetterereignissen mit verheerenden Folgen getroffen, obwohl sie nur sehr wenig zur Klimakrise beigetragen haben.
Aber auch in Deutschland sind Menschen mit wenig Geld besonders betroffen. Sie leben häufiger in Wohnungen, die sich bei Hitzewellen stark aufheizen, und in Stadtvierteln mit weniger kühlendem Grün. Gleichzeitig kommen manche Klimaschutzmaßnahmen bisher vor allem Wohlhabenden zugute – etwa die E-Auto-Prämie.
Deshalb ist es wichtig, Klimaschutz sozial gerecht zu gestalten. Damit politische Entscheidungen auch tatsächlich in diese Richtung gehen, muss deutlich werden, dass ein gerechter Klimaschutz vielen Menschen wichtig ist. Gleichzeitig gilt: Wenn wir die Klimakrise nicht in den Griff bekommen, werden auch die Herausforderungen für die Gerechtigkeit immer größer. Für beide Aspekte steht die Aktion GUTES KLIMA und deshalb bringen wir viele unterschiedliche Organisationen und Institutionen unter einem Dach zusammen – nicht nur solche, die ohnehin schwerpunktmäßig zum Klima arbeiten. Mit DGB, kirchlichen Organisationen und Kulturinstitutionen ist uns das bereits gelungen.
Anlässlich der Themenwoche haben wir eine zusätzliche Challenge zum Thema Klimagerechtigkeit in der App eingestellt: „Ich unterschreibe eine Petition für gerechten Klimaschutz.“ Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Petition „Milliardär*innen besteuern, Gerechtigkeit schaffen!“ von Oxfam, Germanwatch, Greenpeace, TaxMeNow und dem Netzwerk Steuergerechtigkeit. Aber natürlich kannst du auch eine andere Petition oder Challenge wählen. |