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An diesem Wochenende geht die Weltklimakonferenz COP30 in Belém zu Ende. Die Klimakrise ist global, aber ihre Folgen treffen Menschen sehr ungleich: Viele Regionen, die schon heute heiß und verletzlich sind, haben kaum zu den Emissionen beigetragen. Europa erwärmt sich zwar schneller, kommt aber von niedrigeren Ausgangstemperaturen und kann die Folgen besser bewältigen, etwa durch staatliche Unterstützung wie im Ahrtal. Länder wie Jamaika, Haiti oder Kuba haben diese Möglichkeiten nicht.
Globale Klimagerechtigkeit bedeutet daher, dass reichere Staaten ärmere bei Anpassung und beim Umstieg auf klimaverträgliche Technologien unterstützen müssen. Streitpunkt bleibt, wie viel Geld dafür bereitgestellt wird – Stichworte: „Loss and Damage Fund“, internationale Klimafinanzierung, Global Goal on Adaptation.
Am spannendsten ist diesmal aber vielleicht der Vorstoß einer breiten Staatengruppe, einen verbindlichen Prozess zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas zu starten. Ob das in der Abschlusserklärung landet, ist offen, weil alle Staaten zustimmen müssen – auch Länder wie Saudi-Arabien. Selbst ohne Aufnahme des Themas in die Erklärung gilt die Dynamik vielen Beobachter:innen aber als wichtiger Schritt. |